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Römö: Inselperle an der dänischen Westküste

Die dänische Wattenmeerinsel Römö, dänisch: Rømø, gehört zu den beliebtesten Ferienzielen an der Nordseeküste. Mit 13,7 Kilometern Länge und etwa fünf Kilometern Breite ist die Insel ungefähr so groß wie die deutsche Nordseeinsel Föhr. Römö liegt wenige Kilometer nördlich von Sylt und ist seit 1948 durch den neun Kilometer langen Rømødamm mit dem dänischen Festland verbunden.

Strand auf Römö

© „Rømø Beach 2009“ von JesusOfSuburbiaEigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons.

Auf der kleinen Insel leben knapp 700 Einwohner, die sich auf elf Dörfer verteilen. Hauptort ist das an der Südostspitze liegende Havneby mit 320 Einwohnern. Havneby ist auch der Heimathafen für viele Krabbenkutter und für die Fähren von und nach List auf Sylt.

Das dänische Römö gehörte nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Nach der Volksabstimmung 1920 wurde die Insel zusammen mit dem übrigen Nordschleswig wieder dänisch. Zwischen 1940 und 1945 war Römö von deutschen Truppen besetzt. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Bunkeranlagen, die zum Teil zu besichtigen sind. Politisch gehört Römö heute zur Großkommune Tondern (Tønder).

Der sandige, größtenteils von Heide bewachsene Inselboden eignet sich nur wenig für ertragreiche Landwirtschaft. Die Inselbewohner sind in der Vergangenheit meist Schiffer, Fischer oder Kleinbauern gewesen. Einen wirtschaftlichen Boom erlebte die Insel im 17. und 18. Jahrhundert durch den Walfang. Viele der Männer von Römö haben damals zu den Besatzungen der Walfangflotten gehört. Kapitäne der Fangschiffe, die „Kommandeure“, konnten es zu großen Vermögen bringen.

Im Dorf Toftum ist der große Hof Kommandørgården, heute eine Außenstelle des dänischen Nationalmuseums, ein beeindruckendes Bauzeugnis, das zeigt, welche Pracht die Walfangkapitäne sich damals leisten konnten. Heute leben die Inselbewohner vor allem vom Tourismus.

Strände und Unterhaltungsangebote auf Römö

Hauptattraktion von Römö ist der riesige Dünenstrand, der als breitester (2,5 km bei Ebbe) Sandstrand im nördlichen Europa gilt. Insbesondere viele deutsche Urlauber wissen den Strand, das gesunde Seeklima und die kurtaxenfreien Unterkünfte in Pensionen, in den über 1000 Ferienhäusern und –wohnungen sowie in Campingzelten zu schätzen. Römö ist eine typische Familienurlaubs-Insel, die ohne ein großes Party-Angebot auskommt. Dennoch bietet die Insel allerhand an Unterhaltung und Sportmöglichkeiten: Außer beim Wattwandern, Nordic Walking, Reiten, Radeln und beim Nordseebaden kann man sich auch im Freizeitzentrum Rømø-Sommerland entspannen oder sich im Naturcenter Tønnisgård über Kultur und Natur der Insel informieren. Eine sportliche Spezialität ist das Strandsegel- und Buggykiting –Revier am Römöer Südstrand. Übrigens: Römö ist eine hundefreundliche Insel. Es gibt einen Hundewald und die Leinenpflicht am Strand gilt nicht im Halbjahr von Oktober bis April.

Highlights im Veranstaltungskalender von Römö sind vor allem das jährliche Jazz-Festival (erstes Juni-Wochenende), das Drachen-Festival im September und das Motorradtreffen zu Pfingsten.

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